Landfrauenfahrt nach Bamberg und Umgebung          27. – 30. Juni 2007

Schloß Weißsenstein Pommersfelden
Schloß Weißsenstein Pommersfelden

Der BezirksLandfrauen Verein Bad Hersfeld hat 1257 Mitglieder, davon machten sich 31 Landfrauen auf den Weg nach Bamberg, zum Deutschen LandFrauentag. Nach einem reichhaltigen Frühstück von Schneider´s Dorfladen aus Meisenbach, waren wir gut gerüstet für die Großveranstaltung mit 6.500 Landfrauen aus ganz Deutschland. Die am letzten Tag amtierende Präsidentin des Deutschen LandFrauenverbandes, Erika Lenz, konnte Festredner wie den Bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Edmund Stoiber; die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Dr. Ursula von der Leyen; den Parlamentarischen Staatssekretär beim Bundesminister für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz Dr. Gerd Müller MdB; die Landesbäuerin im Bayerischen Bauernverband Frau Annemarie Biechl MdL; und den Gründer und Inhaber des Zukunftsinstituts Matthias Horx begrüßen. Grußworte überbrachten auch der Oberbürgermeister der Stadt Bamberg Herr Andreas Starke; der Präsident des Deutschen Bauernverbandes Herr Gerd Sonnleitner und die Vorsitzende des Bundes der Deutschen Landjugend Frau Anne Hartmann. Ein Mammutprogramm von 4 Stunden saßen wir auf den harten Stühlen der JAKO Arena in Bamberg ab.

Aber nicht nur der Deutsche Landfrauentag stand auf dem 4-tägigen Programm, sondern am nächsten Tag, ging es zum Schloss Weißenstein nach Pommersfelden, welches sich noch heute im Privatbesitz der mächtigen Familie Schönborn befindet. Beeindruckend waren die kostbar ausgestatteten Räume; Spiegelkabinett, Gartensaal; Schlafgemach, Marmorsaal und die große Galerie mit ca. 600 Gemälden, von meist unbekannten Malern. Ebenso erkundeten wir noch am gleichen Tag Forchheim, mit einem Rundgang durch die 1200-jährige schöne Stadt. Hübsche Fachwerkhäuser und Bauwerke der Gotik, Renaissance und des Barocks zierten den Stadtkern. Die gotische Kirche St. Martin und der imposante Treppenaufgang im Rathaus waren sehenswert.

Weiter ging die Tour am nächsten Tag nach Rödental, wo die bekannten Hummelfiguren gefertigt werden. Erstmals 1935 von Schwerster Maria Inncoentia Hummel auf der Messe in Leipzig vorgestellt. Die Porzellan-Manufaktur Goebel wurde von uns gründlich unter die Lupe genommen, jeder Arbeitsprozess genau verfolgt. Alles Handarbeit, von der Abgussform bis hin zum fertigen Kunstwerk. Anschließend bot sich die Möglichkeit zum Einkauf. „Schöne Dinge haben ihren Preis“. Auf der Weiterfahrt fuhren wir durch malerische Hügellandschaften, vor bei an der Veste Coburg, eine der eindrucksvollsten mittelalterlichen Festungen Deutschlands. Unser nächstes Ziel war das Palmenhaus im Rosengarten von Coburg. Pflanzenschätze wie Sukkulenten, Kakteen, Tillanzien, riesige Gummibäume und bunte Vögel konnte man bestaunen, leider aber keine Orchideen. Der Rosengarten bot eine Vielfalt von schönen Blüten. Doch schon ging unsere Reise weiter nach Bamberg. In einem 2-stündigen Marsch durch die Stadt erfuhren wir einiges von der Geschichte. Vom einstigen Schlachthaus aus, heute eine Bibliothek, führte uns eine versierte Stadtführerin zur Kirche St. Martin, vor bei an einem großen alten Hikoriebaum, dessen Ursprungsland Nordamerika ist. Weiter ging es zum Naturkundemuseum mit einer üppigen Fülle bunter Vogelpräperate in edlen Vitrinen. Über den Obst, Gemüse und Blumenmarkt ging es zum „Gabelmoo“. Bedeutende Bauwerke sind das zwischen zwei Brücken gelegene Rathaus sowie die Fachwerkhäuser der Fischer im nahe gelegenen Stadtteil „Kleinvenedig“. Ein steiler Pflastersteinpfad führte uns hinauf zum Dom. Die frühere Bedeutung der Stadt spiegelte sich in den Gebäuden rund um den Domplatz wieder. Der Dom mit seinen 4 Türmen ist einer der schönsten Sakralbauen des Mittelalters. Im seinem Inneren befindet sich er Bamberger Reiter, der die ritterlichen Ideale des Mittelalters verkörpert. Vom nahe gelegenen Rosengarten aus, welcher eine Vielfalt von Rosenarten zeigte, hatten wir einen tollen Blick auf des faszinierende „Weltkulturerbe Bamberg“. Ebenso blickte man hinauf auf die Bergstadt, den Michaelsberg, wo das Fränkische Brauereimuseum, das Stadtarchiv und ein biblischer Kräutergarten untergebracht sind. Die schönsten Bamberger Sehenswürdigkeiten wurden und vor Augen geführt, beschwerlich war gar mancher Weg.

Gut gestärkt ging es am letzten Reisetag zu einer Rundfahrt durch die „Fränkische Schweiz“. Schlösser, Burgen, Kirchen oder Natur pur entdecken wir auf unserer Fahrt durch das Aufseß-, Wiesen- und Puttlachtal. Bergauf und Begrab. Von Engelhardsberg aus machten wir eine kleine Wanderung durch die Riesenburg, eine Vesturzhöhle, sehr beeindrucken und imposant. In Gößweinstein hatten wir das Glück mehrere Prozessionen zu sehen, welche einen kurzen Gottesdienst in der Basilika abhielten. Die Balthasar Neumann Basilika zieht nicht nur Pilger an. 6 Frauen erklömmen eine Anhöhe „ Am Kreuzberg“ Von dort aus hatten wir einen Blick auf die Burg und die Basilika. Mit monumentalen Eindrücken fuhren wir, vorbei an sehr vielen Kirschbäumen, welche uns fast in den Mund hingen, weiter nach Moggast zum Selbstvermarkter Familie Kromann. Eine „kleine Brotzeit“ stärkte uns und gab uns die Grundlage zur Likörprobe. Der Betrieb kann in seine eigene Brennerei das reichhaltige Obstangebot verarbeiten und vermarkten. Eigens für uns gepflückte Kirschen und andere Leckerein konnten wir im Hofladen erstehen. Die herzliche Bewirtung der Familie Kormann hat uns sehr gut gefallen. Es war ein schöner Abschluss unserer Fahrt. Auf der Heimreise zogen noch mal die Eindrücke der letzen Tage an uns vorüber.

Die Nächte verbrachten wir in Heiligenstadt bei der Familie Harrer im „Hotel Heiligenstadter Hof“. Ein kleines Städtchen mit Fachwerkhäusern und neu gestalteten Fassaden, sowie zahlreichen Lindenbäumen. Abends wurden wir mit einem 3-Gang-Menü verwöhnt. Saubere Zimmer, ein reichhaltiges Frühstücksbüfett, freundliche Bedienungen und Wirtsleute gehörten zum guten Service. Alles in allem eine sehr gut durchorganisierte Fahrt des Reiseservice Vogt aus Schrozberg. Unser Fahrer Frank Woljem vom Reisedienst Schäfer aus Schlitz fuhr uns sicher und jederzeit freundlich von einem Ort zum anderen. Danken möchten wir Annemarie Diemer die an der Planung und Durchführung der Fahrt mitgewirkt hat. Sie hatte für alle immer ein offenes Ohr. Wir freuen uns schon auf die nächste „Große Riese“

 © Christiane Leister