Miteinander mehr erreichen!                              Großes Landfrauenfrühstück in Niederaula

„Mitmachen – Mitreden – Miteinander mehr erreichen!“ Das war beim Frauenfrühstück des Bezirkslandfrauenverbandes als Slogan auf der Bühne zu lesen. Etwa 200 Frauen der 1000 Mitglieder des Bezirks waren zum Stelldichein nach Niederaula gekommen, um miteinander ein paar schöne Stunden zu verleben.
Bezirksvorsitzende Brigitte Weitz führte in ihrer Begrüßung aus, dass die Begegnung zu neuen Ideen inspirieren und den Austausch unter den Mitgliedern der 15 Ortsvereine ermöglichen möge. Dabei wolle man auch über vielfältige Aktivitäten diskutieren und auch über das Bildungsprogramm des Landesverbandes informieren. Landfrauenengagement beinhalte u. a., sich für Verbraucheraufklärung bezüglich gesunder Ernährung, sich aber auch für eine gute Infrastruktur mit schnellem Internet und guter medizinischer Versorgung einzusetzen.
Manuela Weidmann vom Landesvorstand, die eigens aus dem Odenwald nach Niederaula gekommen war, sprach den hiesigen Frauen ihren Dank aus, dass sie vor Ort für die Belange der gemeinsamen Ziele einträten und sich so für die Entwicklung im ländlichen Raum einsetzten. „Wer sollte für uns sprechen – wenn wir es nicht selbst tun?!“ Der Landfrauenverband sei mit seinen 47000 Mitgliedern der größte Frauenverband in Hessen und setze sich für alle Frauen im Land ein, trage die Anliegen und Forderungen der Frauen in die einzelnen Gremien von 40 hessischen Ausschüssen.
Bürgermeister Thomas Rohrbach gab in seinem Grußwort seiner Freude und Genugtuung Ausdruck, dass das Frauenfrühstück bereits zum vierten Mal in seiner Gemeinde ausgerichtet worden sei – das würde wohl an den geeigneten Räumlichkeiten liegen.
Christiane Leister, Schriftführerin des Bezirksverbandes, eröffnete schließlich das gemeinsame Frühstück, indem sie mit den schönen Sprüchen vom „Farbenspiel des Lebens“ die einzelnen nach Farben geordneten Tischgruppen, zum Buffetgang einlud. Bis man selbst an der Reihe war, konnte man angeregte Gespräche führen, so dass das Frühstücken trotz der hohen Anzahl von Anwärtern kurzweilig war.
Frisch gestärkt, konnten sich die Frauen dann zurücklehnen und das erfrischende Unterhaltungsprogramm genießen. Aus Marburg waren Antje Keßler und Martin Esters gekommen, die mit ihrem Improvisationstheater die Frauen fesselten, ja diese in ihre szenische Improvisation einbezogen. So ließen sich die beiden zum Beispiel von den Frauen  Mundartbegriffe nennen und bauten diese für sie unverständlichen Worte in ihr Gespräch zwischen einer Hausfrau und ihrem Nachbarn ein – dies führte natürlich zu sehr komischen Zusammenhängen. Ja, mit der aktiven Beteiligung der Frauen brachte man viel Bewegung in die große Runde.
Die Hersfelder Angkunggruppe vom Interkulturellen Zentrum (IKUZ) begeisterte schließlich mit ihrem Spiel auf indonesischen Instrumenten. Unter Leitung von Susan Bernstein brachte man auf den Instrumenten aus Bambusstäben nicht nur fernöstliche Weisen zu Gehör, sondern spielte unter anderem auch „Freude schöner Götterfunken“ oder „Yesterday“, was die Frauen zum Mitsummen animierte. Ja, zu guter Letzt wurden auch noch einige Landfrauen zur Freude aller an das Spiel mit den indonesischen Instrumenten herangeführt.
Nachdem das Marburger Event-Theater auch nochmals die Frauen zum Mitagieren aktiviert hatte, oblag Brigitte Weitz nur noch die Aufgabe, allen Akteuren für ihr schönes Programm zu danken und wünschte schließlich allen Frauen einen guten Nachhauseweg – verbunden mit der Hoffnung, dass man sich im nächsten Jahr bei guter Gesundheit wiedersehen möge.

 

© Brunhilde Miehe 17.02.2018