45 Jahre Landfrauenverein Fuldastrand

Ehrung für langjährige Mitgliedschaft. Ausgezeichnet wurden von der Vorsitzenden

Anita Knispel-Heise (4.v.l.) Annemarie Prokupek, Elisabeth Männecke, Hannelore Hofmann,

Maritta Gottbehüt, Marga Gottbehüt, Ilsemarie Fink, Ilse Braun, Rosi Scheel, Renate Blum, Annelore Rehberg und Heidi Curth. Fotos: Gudrun Schmidl

Anita KNISPEL-HEISEL – Vorsitzende mit Herzblut

Mit einem genussreichen, unterhaltsamen Fest von Frauen für Frauen feierten die Mitglieder des Landfrauenvereins Fuldastrand am Dienstag den 45. Geburtstag ihres Vereins mit aktuell 94 Mitgliedern, die aus den Ludwigsauer Ortsteilen Friedlos, Reilos, Mecklar, Meckbach, Rohrbach und Niederthalhausen kommen. Drei Frauen aus Bad Hersfeld gehören ebenfalls dazu. Als „Stammlokal“ nutzen die Frauen den Familienraum im Friedloser Bürgerhaus, der Fairness halber gegenüber den „Pendlern“ werden Veranstaltungen im Jahreskreislauf auch in Reilos und Mecklar angeboten. Die Geburtstagsfeier fand allerdings im Saal der „Bürgerstuben“ in Friedlos statt, wo die Landfrauen von der 1. Vorsitzenden Anita Knispel-Heise begrüßt wurden, die ihr Ehrenamt mit Herzblut ausfüllt, wie sie vorab im Gespräch mit OSTHESSEN|NEWS bekräftigte.

Die fachgerechte Zubereitung von „Forelle klassisch, Forelle blau und Forelle nach Müllerin Art“ hat sie als Gast auf einer kulinarischen Veranstaltung eines Landfrauenvereins neugierig gemacht auf mehr Wissen, das es zu bewahren gilt und weitergegeben wird. „Wenn ich jemals in einen Verein eintrete, dann ist es ein Landfrauenverein“, war seither der Vorsatz der gebürtigen Kasselänerin, die 1974 aus beruflichen Gründen nach Bad Hersfeld kam. 1995, fünf Jahre nach ihrem Umzug nach Friedlos wurde Anita Knispel-Heise Mitglied im Landfrauenverein Fuldastrand. Als Helga Schäfer ihr Amt als 1. Vorsitzende nach 16 Jahren im Jahr 2007 niederlegte, wurde die „Zugezogene“ als potentielle Nachfolgerin erkoren. Dazu musste die gelernte Bankkauffrau, die aufgrund ihrer Rhetorik, ihrem Organisationstalent und ihrer Gabe, Dinge auf den Punkt zu bringen, beste Voraussetzungen für dieses Amt hatte, aber erst überredet werden.

Längst ist Anita Knispel-Heise in ihr Amt hinein gewachsen, hat mehrere Seminare beim Hessischen Landfrauenverband in Friedrichsdorf besucht und den Landfrauenführerschein erworben. „Bei den Tagesseminaren oder den dreitägigen Seminaren wird 50 Prozent Fachwissen und 50 Prozent Landfrauenwissen vermittelt, dazu gehören unter anderem die Planung, Organisation und Durchführung von vielfältigen Angeboten, die Pressearbeit und der Umgang mit Referenten“. Zwei Mal im Jahr trifft sie sich mit Vertreterinnen der 17 Ortsvereine im Landfrauen-Bezirksverein Hersfeld-Rotenburg zum Gedankenaustausch und um neue Ideen zu sammeln für ihr Jahresprogramm, das sie immer wieder abwechslungsreich und interessant gestaltet.

„Wir sind ein Verband von Frauen für Frauen, die das Miteinander genießen und daraus Lebensfreude schöpfen“, ruft sie den Landfrauen in ihrer Ansprache zu und ergänzt: „Unsere Biene, seit über 100 Jahren das Symbol der Landfrauen, steht auch heute immer noch für Fleiß, Emsigkeit, Engagement und Gemeinsinn für das große Netzwerk der Landfrauen und in vielen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens“. In Landfrauenvereinen ist jede Frau willkommen, die interessiert ist an Neuem und Altem und außerdem bereit ist, sich zu informieren und auch im höheren Alter weiterzubilden in Vorträgen und Kursen mit vielfältigen Themenbereichen, ob kulturell, gesellschaftspolitisch, hauswirtschaftlich oder gesundheitlich. Schon immer ist es das Hauptanliegen der Landfrauenvereine, Menschen zusammen zu bringen, damit aus dem Nebeneinander der Menschen ein Miteinander wird. Städter und Landbewohner, Alteingesessene und Neubürger, Bäuerinnen, Hausfrauen und Frauen aller Berufsgruppen, Jung und Alt. Die Landfrauenvereine nehmen seit ihrer Gründung im Jahr 1898 bis heute eine Integrationsfunktion wahr.

Seit rund eineinhalb Jahren engagiert sich Anita Knispel-Heise außerdem im Frauennetzwerk e.V. Hersfeld-Rotenburg. „Dieses Engagement ergänzt meine Tätigkeit als 1. Vorsitzende des Landfrauenvereins ungemein“, bekräftigt sie, die „ihren“ Frauen immer wieder vermittelt, dass sie ganz stark sind, sie sich nicht überall unterbuttern lassen und unbedingt auch was für sich selbst tun müssen. „Die Frauen sind in den vergangenen Jahren viel offener geworden, bringen sich mit eigenen Vorschlägen ein und trauen sich mehr zu“, freut sie sich.

Das große Netzwerk der Landfrauenvereine setzt sich deutschlandweit aus 22 Landesverbänden, 40 Bezirksvereinen, 12.000 Ortsvereinen mit bundesweit rund 500.000 Mitgliedern, davon in Hessen ca. 50.000. Seit nunmehr 45 Jahren fühlen sich Ludwigsauer Frauen, zunächst unter der Leitung von Edelgard Trinter, in ihrem Landfrauenverein gemäß dem Motto „Mitmachen, mitreden, miteinander mehr erreichen!“ sehr wohl. Für 45 Jahre Mitgliedschaft wurden an diesem Abend Renate Blum, Ilse Braun, Ilsemarie Fink, Marga Gottbehüt, Maritta Gottbehüt, Hannelore Hofmann, Elisabeth Männecke, Annemarie Prokupek und Rosi Scheel geehrt. Heidi Curth und Annelore Rehberg bekamen Urkunden und Blumen für 25 Jahre Mitgliedschaft.

18 Jahre lang hat Lilo Fricke als 1. Vorsitzende mit ihrer Persönlichkeit dem Verein einen Stempel aufgedrückt. Sie erfreute am Dienstag die Landfrauen mit einem Rückblick auf die gemeinsamen Tages- und Mehrtagesfahrten, immer mit aufschlussreichen Besichtigungen verbunden, die fröhlichen und kreativen Stunden und ungezählte interessante Vorträge, unter anderem – welch ein Zufall - über die Zubereitung von Forellen. Ein Höhepunkt in der Vereinsgeschichte war sicherlich das von den Landfrauen zubereitete Buffet für 350 Personen zur Eröffnung des Friedloser Bürgerhauses.

Zur Geburtstagsfeier ihres Vereins wurden die Landfrauen nach dem temperamentvollen Auftritt des russlanddeutschen Frauenchores „Rjabinuschki“ unter der Leitung von Nelly Neufeld mit einem köstlichen Buffet verwöhnt. Die 2. Vorsitzende Heidi Curth erfreute mit einem „Lob“ auf die Vorstände in gereimter Form, Anita Lippert versicherte in ihrem Sketch „Dicke sind auch recht schön“ und die Vorsitzende und ihre Stellvertreterin sorgten für Lacher mit dem Sketch „Sensationeller Kartoffelanbau“. Für die Gäste hatte Anita Knispel-Heise aus Anlass der Geburtstagsfeier mit einer Tombola der lustigen Art noch einen Trumpf in der Hand, der bestens ankam. Zum Abschluss wurde gemeinsam das „Bienen-Lied“ gesungen von Frauen, die auch in Zukunft mehr erreichen und gemeinsam Türen öffnen wollen. Weitere Informationen unter www.landfrauen-hessen.de. (Gudrun Schmidl) +++

Neuwahlen

Auch Senioren bekamen vorgelesen

 

Reilos. Bereits zum 11. Mal fand am am 21. November 2014 der Bundesweite Vorlesetag statt – diesmal auch im Ev. Altenhilfezentrum Ludwigsau in Reilos. Hier hatte Anita Knispel-Heise, Vorsitzende der LandFrauen Fuldastrand, die Senioren zum Zuhören eingeladen. Um 15.30 Uhr traf man sich im Speisesaal. „Die Weihnachtskarawane“, eine magische Geschichte und originelles Weihnachtsmärchen von Franziska Wulp fesselte die Zuhörerinnen und Zuhörer für eineinhalb Stunden. Alle begleiteten die Ärztin Petra Schmidt auf ihrer wundersamen Reise ins Morgenland. Passend zum Thema wurden Datteln herum gereicht, denn diese haben im Buch eine ganz besondere Bedeutung und sind der Schlüssel zur Geschichte.

Spannend soll’s dann weitergehen am 5. Dezember 2014 mit dem Rest der Geschichte. Wiederum um 15.30 Uhr im Speisesaal des Ev. Altenhilfezentrum Ludwigsau in Reilos. Ganz herzlich dazu eingeladen sind auch die Ludwigsauer Senioren allgemein.

Da die Veranstaltung so gut angenommen wurde, ist geplant, diese ab Januar 2015 regelmäßig, mindestens aber einmal im Monat, stattfinden zu lassen. Auch hierzu sind natürlich Gastsenioren eingeladen. Die Termine werden im Haus ausgehangen.

Der Aktionstag folgt der Idee: Jeder, der Spaß am Vorlesen hat, liest an diesem Tag anderen vor – zum Beispiel in Schulen, Kindergärten, Bibliotheken oder Buchhandlungen.Im vergangenen Jahr gab es eine Rekordbeteiligung: über 80.000 Vorleserinnen und Vorleser beteiligten sich am Bundesweiten Vorlesetag, darunter viele Prominente aus Politik, Kultur und Medien.

Der Deutsche Landfrauenverband ist Kooperationspartner der Aktion.

14. Dezember 2013

Gelungene Kooperation zwischen Jugendarbeit Ludwigsau und den LandFrauen Fuldastrand

 

 

Plätzchen backen gehört einfach zur Vorweihnachtszeit und versüßt den Kindern die Wartezeit auf den lang ersehnten Weihnachtsabend.

Genau aus diesem Grund versammelten sich am letzten Samstag, dem 14. Dezember 2013, 25 Kinder aus Ludwigsau und sechs LandFrauen aus Ludwigsau sowie drei ehrenamtliche Helferinnen in der Küche der Fuldatalschule in Friedlos.

Allen Beteiligten bereitete es großen Spaß gemeinsam den Teig auszurollen und auszustechen, zu backen und die leckeren Plätzchen anschließend mit bunten Streuseln zu verzieren.

Nachdem die Plätzchen abgekühlt waren, konnten alle zusammen bei einer Tasse Kakao das köstliche Backwerk probieren. Als Erinnerung bekam jedes Kind eine kleine Tüte voller Plätzchen mit nach Hause, damit auch Mama, Papa, Geschwister und Großeltern etwas zu naschen hatten.

Nach drei Stunden endete die gelungene Weihnachtsbäckerei mit der Vereinbarung zwischen den Damen der LandFrauen Fuldastrand sowie Jugendarbeiterin Sabrina Zülch, spätestens zu Ostern 2014 wieder ein generationsübergreifendes Projekt

 

Landfrauen feiern herbstlich

Der Einladung des Vorstandes des Landfrauenvereins Fuldastrand, in diesem Herbst ein Oktoberfest im Dorfgemeinschaftshaus in Reilos zu feiern, waren 38 Frauen gerne gefolgt. Der Wies"n-Tradition entsprechend gab es verschiedene Leberkäse mit Beiwerk als Kulinarisches, für die geistige Kost passende Herbst- und Lollsgeschichten und Gedichte. Eine bayerische Deko vervollkommnete das Bild. Im Laufe des Abends wurden dann noch die Prototypen für den in Kürze anstehenden winterlichen Bastelabend präsentiert. (red/zac) Foto: nh

Landfrauen im Land der Rüganer, Hühnergöttern und Bernstein

27. April - 1. Mai 2008

Zu einer wunderbar durchgeplanten und vorbereiteten Reise starteten die Ludwigsauer Landfrauen „Fuldastrand“ mit Partnern und Gästen. Ziel, die größte Insel Deutschland’s: Rügen. Begleitet wurden wir von wunderbarem Wetter, gute Laune stellte sich da von selbst ein. Unter professioneller Reiseleitung vor Ort durften wir 3 Tage lang wunderbare Landschaft, Ostsee, Wind und Wellen genießen.

 

Besondere Highlight’s, Heringsdorfer- und Ahlbecker Bäderarchitektur auf Usedom. Strandspaziergang mit nackten Füßen und hochgekrempelten Hosen im Ostseewasser. Besichtigung des legendären Kraftwerkes in Pennemünde (Wernher von Braun, V 2). Wunderbare Alleenstraßen auf Rügen selbst, Bäderarchitektur im Ostseebad Binz, Prora, leicht unruhige Schifffahrt von Sassnitz aus an den Kreidefelsen vorbei zum Königsstuhl, Kap Arkona mit Schinkel-Leuchtturm und das idyllische und unescogeschütze Fischer-dörfchen Vitt.

 

Über den neuen Rügendamm, ohne Wartezeit und Stau, und seiner einmaligen, architektonischen, an ein Segelschiff erinnernden Brücke, ging es zur Altstadtführung nach Stralsund. Eine weit ruhigere Überfahrt, ausgehend von Schaprode, brachte uns über den Bodden nach Hiddensee, der autofreien Perle in der Ostsee. Bei wunderschönem Wetter verließen wir die Fähre in Vitte; zu Fuß weiter: durch den Ort, an der blauen Scheune und dem Haus Karussell vorbei, über die Strandpromenade nach Kloster.

 

Besichtigung der Klosterkirche mit außergewöhnlicher Deckenbemalung. Ein weiterer kurzer, ansteigender Fußweg bescherte uns einen traumhaften Überblick über Hiddensee, den Bodden und Rügen, noch ein paar Meter und vor uns erhob sich der Leuchtturm Dornbusch mit malerischer Ostseekulisse. Auf der Rückfahrt waren wir uns alle einig, wir reisen wieder!